Neuer Pfarrer für Kammerforst Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kammerforster Andreaskirche wurde jetzt Pfarrer Matthias Hemmann in sein neues Amt eingeführt. Da fühlte er sich hier mit seiner Familie bereits herzlich empfangen.
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Rassegeflügelschau Mehr als 250 Tiere der Sparten Zwerghühner, Hühner, Tauben oder Wassergefügel standen am Sonntag in Kammerforst im Mittelpunkt. Dort hatte der Rassegeflügelzuchtverein Kammerforst zur diesjährigen Sommerschau eingeladen. KAMMERFORST (tk). Von den frühen Morgenstunden bis zum Mittag waren insgesamt vier Zuchtrichter damit beschäftigt, die ausgestellten Tiere genau unter die Lupe zu nehmen und zu benoten. Dabei hatten die fachkundigen Begutachter selbst auf das kleinste Detail zu achten, sei es bei der Gefiederausprägung und Zeichnung, bei Körperform oder Farbschlag. Mit dem Ergebnis war man zur 38. Sommerschau in Kammerforst durchaus zufrieden, denn insgesamt vier Mal wurde der Kreisverbandsehrenpreis vergeben, die höchste Auszeichnung für die gefiederten Schützlinge der Zuchtfreunde. Von den 53 Ausstellern aus dem Unstrut-Hainich-Kreis sowie aus den Nachbarkreisen konnten somit Manfred Tusche aus Beberstedt einen der Kreisverbandsehrenpreise für seine „Kraienköppe goldhalsig“ in der Rubrik der großen Hühner entgegen nehmen, Mike Messilis aus Kefferhausen für seine „Zwerg Dresdner weiß“ in der Rubrik Zwerghühner, in der gleichen Rubrik Lothar Oßwald aus Berka v.d. Hainich für seine Zwergwyandotten sowie der Kammerforster Zuchtfreund Wolfgang Kollascheck für seine „Deutschen doppelkuppigen Trommeltauben blau mit weißer Binde“. Besonders diese seltenen Rasse der Trommeltauben bescherten Wolfgang Kollascheck, der sich als Vorsitzender des Kammerforster Zuchtvereins ganz diesem Hobby verschrieben hat, schon viele Erfolge auf nationalen sowie internationalen Zuchtschauen. Und dass man solch ein Hobby am besten in der Gemeinschaft betreibt, beweisen die vielen Aktivitäten und Zuchterfolge im Ortsverein der Hainichgemeinde. Denn die 21 aktiven Mitglieder gehen ihrem gemeinsamen Hobby nicht nur beim gegenseitigen Erfahrungsaustausch nach, sondern teilen ihre Interessen auch gern mit interessierten Menschen, so wie der diesjährigen Sommerschau. Eine stattliche Zahl von Besuchern am Sonntag belohnte dieses Engagement, denn organisiert wurde nicht nur eine einfache Ausstellung, sondern auch ein buntes Programm mit Blasmusik, Tombola, Kinderschminken und bester Versorgung mit Getränken, deftigen Speisen vom Grill und Kuchenbüfett. Und auch für das kommende Jahr ist natürlich wieder diese traditionelle Sommerschau geplant. |
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Maienfest 2009 Der Gerichtsdiener sturzbetrunken, der Angler fängt den Fisch gleich in Dosen und der Bauer nimmt die Medizin für seine Schweine lieber selbst zur Brust – all diese Kuriositäten standen am Sonntag beim Straßentheater zum Kammerforster Maienfest auf dem Programm. KAMMERFORST. Wenn die Burschen und Mädchen der Pfingstgesellschaft in altertümlichen Kostümen als Gendarm, Bauer, Schulmeister oder Brautpaar aufmarschieren, dann steht mit dem traditionellen Maienfest ein ganz besonderer Höhepunkt in dem Dorf am Hainich bevor. Entsprechend säumten auch am Sonntag wieder zahlreich erschienene Zuschauer die Straße, um dieses beliebte Schauspiel mitzuerleben. Bei bäuerlichen Possen aus vergangenen Tagen, reichlich Situationskomik und witzigem Wortspiel stellten die jungen Akteure ihr schauspielerisches Talent unter Beweis und strapazierten dabei die Lachmuskeln des Publikums. Ob es nun die Putzfrauen waren, die wegen Nackenschmerzen einen „Genickologen“ aufsuchen wollten, der Wirt, der den Käfer in der lauwarmen Suppe als Fleischzulage berechnete oder der Angeklagte, der mit Spitzfindigkeiten und Bauernschläue den Richter zur Ohnmacht trieb, die lustigen Schauspielereien in Kammerforster Mundart bescherten den Zuschauern beste Unterhaltung und kassierten dafür honorigen Applaus. Eingerahmt in die Begrüßungs- und Dankesreden der beiden Platzmeister, traditionsgemäß hoch zu Ross vorgetragen, hatte zwischen den Theaterstücken auch der „Schlechtmacher“ seinen Auftritt. Unverblümt ließ er die Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren und rief so manchen unrühmlichen oder lustigen Fehltritt der Leute aus dem Ort in Erinnerung. Damit an diesem Nachmittag auch alles glatt läuft, haben die Jugendlichen bereits seit Wochen regelmäßig geprobt und ihre Rollen unter der Leitung von Heinz Werner Schreiber einstudiert. Dass dieses Maienfest, das schon vor über hundert Jahren in dieser Form durchgeführt wird, heute um so mehr etwas ganz Besonderes ist, erklärt unter anderem eine Passage in der „Trübenbach-Chronik“ über die Orte des Kreises Langensalza von 1941, denn darin wurden solche Maienfeste schon damals als „sehr selten“ bezeichnet. Und wie vor hundert Jahren wurde auch am Sonntag im Anschluss an das Straßentheater auf dem Dorfanger zur Blasmusik getanzt, bevor am Abend der Namensgeber des Festes, nämlich die zu Pfingsten vorm „Braunen Hirsch“ aufgestellte Maie, wieder herabgelassen wurde. Als sommerlicher Höhepunkt reiht sich das Maienfest in Kammerforst in einen ganzen Reigen von Traditionsfesten wie Pfingsten und Flurweihe ein, die in dem Ort von der Dorfjugend bis heute aufrechterhalten werden. Im kommenden Jahr wird die Flurweihe den Auftakt für die Festwochen zur 1150-Jahrfeier des Dorfes bilden, während der einige besondere Höhepunkte zu erwarten sind. Auch dann kündet weithin über den Dächern sichtbar der Maibaum von den selten gewordenen Bräuchen, die in Kammerforst immer noch gepflegt und mit viel Engagement aufrechterhalten werden. |
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Musikantendampfer legte an „Volle Fahrt voraus“ lautete am Wochenende in Kammerforst das Motto, denn hier hatte am Sonntag der Musikantendampfer angelegt. Nachdem sich am Samstag die Bands Swagger und Rumbling Stamps ein Rockduell der Extraklasse geliefert hatten, präsentierte Tags darauf Maxi Arland ein Großaufgebot an Stars aus Volksmusik und Schlager. Und dass der Musikantendampfer zum Muttertag auch in diesem Jahr Kammerforst zur ersten Adresse in Sachen Volksmusik machte, dafür sorgte eine ganze Reihe von musikalischen Höhepunkten. Mit an Bord waren unter anderem die „Jungen original Oberkrainer“ aus Slowenien, die mit ihrem Auftritt Stimmung ins Festzelt zauberten und unter Beweis stellten, zu Recht als Nachfolger der bekannten Formation von Slavko Avsenik zu gelten. Nicht weniger begeisterte Monika Martin mit brillanter Stimme und träumerischen Melodien das Publikum, so dass man trotz der riesigen Gästeschar beispielsweise ihren gefühlvollen Liedern eine Stecknadel hätte fallen hören können. Zur Freude der Musikliebhaber hat die sympathische Sängerin, die 1990 ihren Doktortitel in Kunstgeschichte erworben hat, die akademische Laufbahn gegen die Bühnenpräsenz getauscht. Wie Monika Martin kam auch das Schlager-Duo Vincent und Fernando aus Österreich nach Kammerforst gereist, um sich dort mit ihren Liedern in die Herzen der Gäste zu singen. Wie die beiden Brüder aus Tirol zeigten an dem Nachmittag auch Sigrid und Marina, dass musikalische Geschwisterpaare einen besonderen Zauber auf ihre Fans ausüben. Und so bezauberten die attraktiven Sängerinnen nicht nur die männlichen Gäste, sondern sorgten mit Sympathie, Charme und vor allem mit ihrem Gesang für ausgelassene Stimmung im Zelt. Gemeinsam wurde von den Künstlern des Tages dann auch Medleys dargeboten, die stimmgewaltig beeindruckten. Den von vielen Gästen mit Spannung erwarteten Höhepunkt der Muttertagsgala präsentierte Dampferkapitän Maxi Arland mit dem Auftritt von Stefanie Hertel und Stefan Mros. Beim unumstrittenen Star-Paar der Volksmusik hielt es dann auch kaum noch einen Festzeltbesucher auf seinem Platz und davon ab, mit begeistertem Applaus noch einige Zugaben zu fordern. Mit dem Staraufgebot und dessen erstklassigem Programm zeigte sich, dass Freunde von guter Stimmung und toller Musik auch in diesem Jahr in Kammerforst den richtigen Zielhafen gefunden hatten und beim „vor Anker gehen“ des Musikantendampfers ein ganz besonderes Musikereignis erleben konnten. |
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Lottomittel für Vereine Gleich zwei Vereine konnten sich in der vergangenen Woche in Kammerforst über Fördermittelbescheide aus Lottomitteln freuen. Staatssekretär Dr. Christian Juckenack übergab am Donnerstag dem Sportverein Borussia Kammerforst eine finanzielle Zuwendung, die für die Fassadenfertigstellung am Vereinshaus auf dem Sportplatz verwendet werden soll. Zuvor hatten die Vereinsmitglieder viele Stunden an Eigenleistung investiert, um den Erweiterungsbau mit neuen Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und Aufenthaltsraum zu errichten. Für die Erstellung einer Musik-CD übergab Tags darauf Thüringens Justizministerin Marion Walsmann dem Musikverein Kammerforst eine finanzielle Zuwendung. Der Musikverein wird vom 19. bis zum 21. Juni das 40-jährige Jubiläum des Jugendblasorchesters feiern und die Musik-CD mit aktuellen Aufnahmen der jungen Musiker wird dann unter anderem als besonderes Präsent für Förderer des Vereins und verdiente Mitglieder dienen. Dass beiden Vereine eine große Zahl von ehrenamtlich geleisteten Stunden zuzuschreiben ist, wurde von den beiden Vertretern des Ministeriums als wichtigstes Kriterium zur Vergabe genannt. Denn sowohl das Engagement von Sportverein als auch das des Jugendblasorchesters ist mit viel unentgeltlich aufgewendeter Zeit zum Wohle der Allgemeinheit verbunden und dient nicht zuletzt der Darstellung der Gemeinde Kammerforst. |
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